Small Cute Yellow Pointer °Convallaria°s Bücherblog: [Buch] "Salve Roma!" von Akif Pirinçci

Dienstag, 31. Januar 2012

[Buch] "Salve Roma!" von Akif Pirinçci

Obwohl langsam in die Jahre gekommen, befreit sich der Mäusejäger und Freizeit-Detektiv Francis wagemutig aus der Katzenpension "Pfote", in die er abgeschoben werden sollte, solange sich sein menschlicher Dosenöffner Gustav für einen Arbeitsauftrag in Rom aufhält. Gewitzt, furchtlos und immer voller verwunderter Gedanken über die Welt der Menschen und Tiere, begleitet Francis Gustav als blinder Passagier in die italienische Hauptstadt und verwirklicht sich damit den lang gehegten Traum, die ewige Stadt zu besuchen. Doch Francis' ungeplanter Urlaub verläuft anders als erwartet. Kurz nach seiner Ankunft steht er vor dem Opfer eines Mordes und erhält auch gleich ein erstes Angebot der Katzenmafia, das er in bester "Paten-Manier" kaum ablehnen kann. Damit ist Francis' Detektivinstinkt geweckt, und gemeinsam mit einem neu gewonnenen Freund beginnt er nach den Teilen eines Verbrechen-Puzzles zu suchen -- und begibt sich damit wieder einmal selbst in Gefahr.

Da die Inhaltsangabe dieses Mal doch recht ausführlich ist, spare ich mir meine eigene Kurzbeschreibung und komme gleich zum Wesentlichen:
 „Salve Roma!“ ist der fünfte Roman der Felidae-Reihe von Akif Pirinçci. Nach ihm folgten noch „Schandtat“ und „Felipolis“. "Schandtat" befindet sich bereits in meinem Besitz und ich kann nur hoffen, dass Herr Pirinçci dort wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt. „Salve Roma!“ ist - meiner Meinung nach - der bisher der schlechteste Teil der Reihe und hätte mich mein Ehrgeiz nicht gepackt, ich hätte das Buch wahrscheinlich einfach abgebrochen.
„Salve Roma!“ spielt - wer hätte das gedacht - in Rom. Und meiner Ansicht nach, hat der Autor darauf auch zu sehr das Hauptaugenmerk gelegt. Das Buch liest sich stellenweise wie ein Reiseführer und unterbricht mit seinen ausführlichen Beschreibungen (meist über mehrere Seiten) immer wieder den Spannungsbogen. Jedes Mal, wenn es interessant wird, bremst Herr Pirinçci einen wieder mit seinen architektonischen Begriffen aus. Überhaupt setzt der Autor in diesem Buch sehr stark auf hochgestochene Worte bzw. ganz stark verschachtelte Sätze. Dies trübt den Lesefluss noch zusätzlich.
Ein weiterer negativer Punkt sind die ganzen Ungereimtheiten. In “Das Duell“ war Francis bereits ein alter, langsam anfangend, schwächelnder Kater. Davon ist in „Salve Roma!“ keine Spur mehr zu lesen. Sollte die Katze in einen Jungbrunnen gefallen sein? Auch andere Stellen im Buch - die ich wegen eventuellen Spoilern nicht explizit nennen möchte - ergeben teilweise keinen Sinn oder werden nicht weiter ausgeführt.
Wenn man sich die ganze Entwicklung von dem ersten Buch „Felidae“ bis zu „Salve Roma!“ näher betrachtet, merkt man, dass die Geschichten immer wirrer und unglaubwürdiger werden. Auch meiner Fantasie sind gewisse Grenzen gesetzt…
Was kann ich sonst noch sagen?
Francis ist und bleibt als Charakter einfach nur liebenswert. In diesem Buch hat man zudem ein bisschen mehr zu seiner religiösen Einstellung (worauf man aber m.M.n. auch hätte verzichten können) und seiner Einstellung bezüglich Homosexualität erfahren.
Das Buch umfasst 271 Seiten, die in 15 Kapitel und dem traditionellen Anhang (der teilweise interessanter war als das restliche Buch) unterteilt sind.



Genre: Krimi
Taschenbuch, Diana Verlag, Deutsche Erstausgabe August 2005
ISBN 3453350928, 271 Seiten, Preis € 7,95

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